14 Lohnt sich das?

Der März ist rum. Die neue Heizung läuft seit dem 19.03.25. Und ich versuche mich mal an einem ersten Rückblick. Vorab: Tendenziell war es im Wohnbereich ein Grad zu warm. Tagsüber waren die Aussentemperaturen frühlingshaft, nachts hatten wir noch bis zu -4°C Frost. Die Nachtabsenkung haben wir nach drei Tagen abgestellt und die Heizung läuft durch. Die Warmwasserumwälzpumpe lief auf Stufe drei (3x je Stunde für eine Minute aktiviert). Auch das habe ich geändert: Jetzt ist Stufe eins aktiviert (1x je h).

Um zu schauen, wie es mit der Energie und den Kosten aussieht, muß man einen Vergleich haben, wie es in den letzten Jahren aussah. Daher habe ich meine Liste mal ausgewertet:

Die Kurve oben stellt den durchschnittlichen Tagesverbrauch an Heizöl dar. Datenbasis ist eine zehnjährige Datenreihe. Die Sprünge in der Kurve sind zum einen dadurch zu erklären, dass ich keine immer gleichen Ableseintervalle eingehalten habe und zum anderen dadurch, dass das Wetter jedes Jahr anders war.

Für die typische zweite Märzhälfte kann man aber gut einen Heizölverbrauch von rd. 5,5 l pro Tag annehmen.

Das entspricht rund 55 kWh Energie und wären aktuell rund 5,- Euro Kosten pro Tag.

Was hat nun die Wärmepumpe verbraucht? Die App bietet verschiedene Darstellungen und Anzeigen. Eine wirklich gute habe ich noch nicht gefunden. Auch eine API habe ich noch nicht gefunden um die Daten selbst auszuwerten und darzustellen. Also arbeiten wir mal mit dem, was wir vorfinden:

Im März 25 hat die Wärmepumpe hier nach 153 kWh Strom verbraucht. Dabei hat sie eine durchschnittliche Vorlauftemperatur von 30,8°C und eine durchschnittliche Warmwassertemperatur von 50°C erzeugt. Das ganze bei einer durchschnittlichen Außentemperatur von 11°C. Zumindest interpretiere ich diese Anzeigen so. Insgesamt soll eine Wärmeenergie von 581 kWh erzeugt worden sein, was einer MAZ (Monatsarbeitszahl, eigentlich JAZ: Jahresarbeitszahl) von 3,8 entspricht. Gar nicht schlecht!

Bei 12 Betriebstagen bisher ergibt sich ein Tagesverbrauch von rd. 13 kWh Strom. Das macht aktuell bei unserem Stromtarif 3,25 Euro pro Tag!

Disclaimer: Dieser März war wärmer und trockener als üblich (=weniger Energie), das erstmalige Aufheizen der Anlage und des Warmwassers ist in dem Verbrauch enthalten (=mehr Energie), das ein Teil des Stromverbrauchs durch unseren eigenen, billigen PV-Strom erzeugt wurde, ist nicht berücksichtigt (=weniger Kosten).

Es gibt also gewisse Unschärfen in der Betrachtung. Aber ein Minusgeschäft scheint es nicht zu sein.

Die App bietet auch eine nach Heizung und Warmwasser getrennte Auswertung:

Erkennen kann man, dass die Arbeitszahl beim Warmwasser deutlich unter 3 liegt. Bei der AZ für die Heizung wird ein Wert von 4,4 erreicht. Das ist auch logisch, denn für das Warmwasser muß die Wärmepumpe eine Vorlauftemperatur von irgendwas >51°C erreichen. Bei der Heizung reichen schon 30,8 °C. Je geringer die Vorlauftemperatur, um so besser die Arbeitszahl.

Die Heizsaison ist ja praktisch gelaufen für dieses Jahr. In der kommenden Zeit kann ich also nur am Warmwasser herum optimieren.

Wenn man sich einen einzelnen Tag anschaut und dann nur die Warmwasserbereitung sieht man folgenden typischen Verlauf:

Es wird zwei mal am Tag das Wasser aufgeheizt: Früh morgens ab 5 Uhr und abends ab 22 Uhr. Zu dieser Zeit ist die Aussentemperatur in der Regel deutlich niedriger als tagsüber. Vermutlich wäre es sinnvoller, wenn die Wärmepumpe so eingestellt ist, dass sie am frühen Nachmittag das Wasser erhitzt. Vielleicht sogar etwas höher als aktuell um erst wieder am Folgetag aufheizen zu müssen. Ich werde mal gucken, wie man das einstellen kann…

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