Man hat ja noch nicht genug zu tun und ausserdem bestimmt noch genug Zeit und deswegen beschäftig man sich mit „Smarthome“ und so. Aber von Anfang an:
Als wir 2014 die Hütte gekauft haben und mit der Renovierung gestartet sind war uns klar, dass sämtliche Antriebe von Rolladen und Raffstores elektrisch betrieben werden sollten. Als Steuerung wollten wir nicht nur Wandschalter verbauen sondern auch die Möglichkeit haben, die Steuerung zu automatisieren oder sogar per Handy die Rolladen zu steuern. Die Möglichkeiten waren auch damals™ schon vielfältig. Nach einiger Überlegung entschieden wir uns für Homematic. Das war einfach einzurichten, funktionierte ohne Cloud und laufende Kosten. Im Laufe der Zeit wurde das System noch um zwei Dimmer und zwei Schaltsteckdosen erweitert. Es stellte sich heraus, dass das System recht kompliziert zu programmieren war und auch die Funkübertragung von der Zentrale zu den Schalten nicht immer zuverlässig war. Aktuell kommt hinzu, dass ein Rolladenschalter nicht mehr funktioniert. Das brachte uns zum Nachdenken, ob wir da noch weiter investieren wollten, denn begeistert waren wir von Homematic nie.
Also begann die Zeit der abendlichen Recherche, was denn der neue heiße Shice am Smarthome-Markt ist. Insgesamt musste man feststellen, dass Schalter, Sensoren und so recht günstig geworden sind. Es gibt Shelly, Matter, Sonof, es gibt von AVM (FritzBox) was, Ikea hat einiges im Angebot und diverse weitere Hersteller. Aber es scheint ein System zu geben, mit dem man den ganzen Kram auch steuern kann und das ist Home Assistant. Eine freie Software, die man auf diversen Plattformen betreiben kann. Wir entschieden uns für ein konfiguriertes Gerät für den ersten Test. Bestellt, angeschlossen, gestartet. Binnen Minuten waren bereits automatisch unser Drucker, eine Shelly-Steckdose, das Apple-TV und die FritzBox integriert. Ein paar Klicks später war unsere Wetterstation mit allen Messstellen,

der Opel Mokka E, die Saunasteuerung und die alte Homematic integriert. Jetzt können wir unsere Rolladen weiterhin steuern und die alten Schalter durch neue, günstigere Shelly-Geräte ersetzen, wenn das erforderlich ist.
Da dieses System offen ist und es eine sehr aktive Entwicklergemeinde gibt, scheint es sehr zukunftssicher zu sein. Mann kann erstaunliche Dinge damit anstellen. Man kann nicht nur Rolladen und Lampen steuern, man kann auch automatisieren (Mache die Rolladen im Bad runter, wenn die Kellertemperatur unter 5 °C ist und die Autobatterie mehr als 60% geladen ist). Man kann sich Nachrichten schicken lassen, wenn der Toner im Drucker aufgebraucht ist. Und man soll die Wärmepumpe damit überwachen können. Mal schauen….