Winter is coming…
Wie lief der November und Dezember? Haben wir gefroren?
Nein, haben wir nicht. Es ist angenehm warm im Haus. Auch wenn die Aussentemperaturen so niedrig waren, wie wir es bisher seit dem Einbau der Wärmepumpe nicht erlebt haben. Im November waren es im Schnitt 7,3 °C Aussentemperatur, im Dezember nur 5,4 °C. Dementsprechend ging die Arbeitszahl runter und der Verbrauch rauf. Aber wie sehen die Zahlen nun aus? So:

Im November waren die Heizkosten praktisch gleich mit dem Ölverbrauch. Allerdings scheint das langjährige Mittel des Ölverbrauchs für November sehr klein zu sein. Und dann wird ein November verglichen, der verhältnismäßig kalt war. Und trotzdem war die WP nicht teurer im Unterhalt. Selbst, wenn unberücksichtigt bleibt, dass zumindest auch ein kleiner Anteil des Stroms über unsere PV selbst erzeugt wurde.
Im Dezember dann wieder ein etwas größerer Vorsprung der WP ggü. dem Ölverbrenner. Bei insgesamt echt miesem Wetter (nasskalt). Wir konnten erstmalig beobachten, wie die WP abtaut:

Aufgrund der niedrigen Temperaturen am Wärmetauscher und hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich bei Betrieb der WP Eis. Dieses muß hin und wieder abgetaut werden, damit der Wärmetauscher weiterhin gut funktioniert. Im obigen Bild kann man die Dampfschwaden erahnen.
Jahresrückblick
Wie kann man denn nun das erste (Kalender-)Betriebsjahr zusammenfassen? Es war unspektakulär. Und günstiger als mit Öl. Hier die Zahlen:
Die Wärmepumpe hat seit Betriebsbeginn 2.333 kWh Strom verbraucht. Inklusive aller „Nebenverbräuche“ wie Umwälzpumpen, Steuerung und so weiter. Das macht bei unserem aktuellen Stromtarif (0,25 €/kWh) rund 580,- €.
Die Ölheizung hätte im gleichen Zeitraum rund 1.070 l Heizöl verbraucht. Und Strom, denn die Pumpen und die Steuerung und der Brenner brauchen zum Betrieb Strom. Ich schätze das mal mit vorsichtigen 1 kWh pro Tag ab. Ausserdem kämen noch die Kosten für den Schornsteinfeger von rd. 90 € hinzu. So kommen wir auf Vergleichskosten von rd. 1.140 ,- €.

Somit ist der Betrieb der Wärmepumpe um rund 560,- € günstiger! Mit so einem tollen Ergebnis hätte ich nicht gerechnet.
Tatsächlich ist es noch etwas günstiger, da ein Teil des Stroms vom Dach kam. Coole Sache!