23 Photovoltaik

Ich habe in den Artikeln zu den Betriebskosten geschrieben, dass wir eine PV-Anlage auf dem Dach haben. Hier möchte ich diese Anlage vorstellen und ein paar weitere Betrachtungen dazu machen.

Unsere PV wurde im Spätsommer 2021 installiert. Wir haben uns seinerzeit ein paar Angebote machen lassen. Unser Ziel war, einen guten Teil des erzeugten Stroms selber zu verbrauchen. Dazu wollten wir auch einen Batteriespeicher anschaffen. Dass der Speicher (damals) nicht unbedingt wirtschaftlich sein würde, war uns bewußt. Unsere Wahl fiel auf einen Solateur aus einem Nachbarort. Er schlug vor, das gesamte Süd-Dach zu belegen. So käme eine Gesamtleistung von 6,72 kWp zusammen. Ausserdem schlug er vor, einen 5 kWh-Speicher von SENEC zu installieren. Und so geschah es.

Auszug aus den Planungsunterlagen

Rund 6.300 kWh sollte die PV pro Jahr erzeugen, davon würden wir gut 50% selbst verbrauchen können. Der Rest würde für 7,25 Cent/kWh an die Stadtwerke verkauft werden, was Einnahmen von etwa 230,- Euro ergeben würde. Vorweg: Die Angaben passten gut. Der Ertrag und auch der Eigenverbrauch ist insgesamt etwas höher.

Wir waren mit der Umsetzung und dem Ergebnis sehr zufrieden. Allerdings ergab sich folgendes Problem in 2022:

SENEC verbaute in seinen Speichern 2,5 kWh-Batterie-Module auf Lithium-Nickel-Kobalt-Technologie. Es gab ein paar Hausbrände, die mit dieser Technik in Verbindung gebracht wurden. SENEC stellte daher erstmal den Speicher ab, untersuchte den Vorfall und drosselte dann den Speicher auf 50 bzw. 70%. So war es seit Anfang 2022. Wir konnten also den voll bezahlten Speicher nicht so nutzen, wie versprochen und hatten auch noch ein ungutes Gefühl, weil wir eine kleine „Brandbombe“ im Keller hatten. SENEC informierte nur sehr spärlich, zahlte zwar eine angemessene Entschädigung auf Basis des monatlich erzeugten Stroms, aber wir waren natürlich mit der Situation unglücklich. Es gab ein paar Schreiben, einen Gerichtstermin und dann im Herbst 2025 einen Tauschtermin. Es sollten jetzt Module mit LFP-Technik eingebaut werden. Da die Preise für Heimspeicher von 2021 bis 2025 praktisch einen Sturzflug hingelegt haben, erkundigten wir uns, was im Zuge des Tausches ein Upgrade um 5 auf dann 10 kWh kosten sollte. Das Angebot erschien uns günstig, also nahmen wir an.

Somit haben wir jetzt einen Speicher mit einer Kapazität von 10 kWh, einer maximalen Entladeleistung von 2,5 kW und einer PV-Anlage auf dem Dach mit 6,72 kWp.

Wir erwarten uns davon insbesondere in der Übergangszeit zwischen Winter und Sommer bzw. Sommer und Winter ein deutlich bessere Nutzung „unseres“ Stroms, da wir mit der Wärmepumpe ja nun einen Verbraucher haben, der in der Übergangszeit mit moderater Leistung kontinuierlich läuft.

So sieht das dann aus:

Das Wetter war ausgesprochen sonnig, die Temperaturen für Ende Februar tagsüber frühlingshaft, nachts kühl. Die PV hat zu Mittagszeit am 27.02. gut abgeliefert (gelbe Linie). Der Hausverbrauch ist mit der orangenen Linie dargestellt: Man sieht den Peak am frühen Nachmittag. Da macht die WP Warmwasser. Ansonsten dümpelte sie bei max 33% Leistung herum und hielt das Haus warm.

Die blauen Balken stellen den Ladestand des Akkus dar. Am 27.02. wurde er ab dem Vormittag wieder aufgeladen und erreichte am Nachmittag 100%, trotz der WP auf Volllast.

Mit dem dann voll geladenen Akku sind wir nicht nur über die Nacht gekommen, sondern haben auch den Folgetag (28.02.) überbrückt, wo die PV aufgrund ein paar Wolken nicht so doll liefern konnte. Man sieht es an der Zahl „Aus Netz“: An zwei Tagen haben wir nur 1,6 kWh zukaufen müssen.

Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme und im Januar hatten wir praktisch keine nennenswerte Eigenversorgung, aber es zeigt, das die Kombination aus WP, PV und Akku durchaus seinen Reiz hat.

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