Es gibt verschiede Arten, auf die Wärmepumpen an die Wärme kommen und wie sie sie wieder ans Gebäude los werden. In unserem Fall wird es eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Wer sich weitergehend allgemein dazu informieren möchte empfehle ich den Energiesparkommissar. Auch das Buch kann ich sehr empfehlen.
Also: Die Wärmepumpe wird aus der Umgebungsluft Wärme entnehmen und ins Haus transportieren. Dort wird die Wärme genutzt, um zum einen das Wasser für die Heizkörper zu erhitzen und zum anderen, um warmes Wasser zum Duschen etc. zu erzeugen.
Wir fragten zuerst unseren „angestammten“ Heizungsmonteur. Er sagte, dass er schon einige WP installiert hätte. In unserem Fall würde es ein 12 kW-Modell werden, alles kein Problem, Elektriker müssten wir beauftragen. Energieberater auch. Und Gala-Bauer (für die Fundamente des Aussengerätes) auch. Ach ja, die Entsorgung des Restöls sowie die Tankentsorgung auch. Das Spass würde abzüglich Förderung rund 15-20 T€ kosten. Heizkörper müssten nicht getauscht werden, die WP kann ja entsprechend „hoch“ gedreht werden.
Dann fragte ich noch drei weitere Handwerker. Das aus unserer Sicht beste Angebot machte ein Unternehmer aus einem Nachbarort. Er schaute sich das Haus ausführlich an. Fragte bei jedem Raum nach dem tatsächlichen Nutzungsverhalten und nach einer Woche kam ein umfassendes Angebot, das sämtliche Gewerke umfasste.
Das Angebot
Das Angebot umfasst, neben den ganzen Kleinkram und Nebengewerken, eine Buderus Wärmepumpe (Logaplus M WLW186i-7 AR TP70) mit Buderus Warmwasserspeicher (Logalux SH290 RS-B) sowie vier neue Heizkörper.
Das mit den Heizkörpern ist spannend, denn: Üblicherweise benötigen Heizkörper verhältnismäßig hohe Vorlauftemperaturen. Bei einer WP ist das ungünstig, denn am „besten“ Arbeiten die, wenn die Vorlauftemperatur niedrig ist. Daher kommt auch das Gerücht, dass WP nur bei Fußbodenheizungen funktionieren. Unser Monteur schlug nun vor, die vier Heizkörper im Erdgeschoß zu tauschen, so dass sie mit geringerer Vorlauftemperatur die gleiche Leistung hätten. Im Obergeschoß ist kein Tausch erforderlich, weil die Nutzung der Räume keine höheren Temperaturen erfordert. Und im Badezimmer hatten wir ja schon Fußbodenheizung.
Er war übrigens der einzige, der den Tausch direkt vorgeschlagen hat und mit ins Angebot geschrieben hat. Die anderen Monteure sagten entweder:“Dann läuft die WP halt mit höherer Temperatur“ oder „Wir können ja immer noch Tauschen, wenns nicht gut läuft“.
Im Idealfall sorgt diese Auslegung dafür, dass die WP kontinuierlich läuft. Wenn es draussen warm ist, mit geringer Leistung, wenn es kalt ist, mit entsprechend höherer Leistung. Die WP moduliert die Wärmeleistung zwischen 1,7 und 7,1 kW, je nach aktuellem Bedarf. Sie wird dann diese Wärme über einen Wärmetauscher an das Wasser der Heizkörper abgeben oder an den Wärmetauscher des Warmwasserspeichers, in etwa so:

Angebotssumme war rund 30 T€ brutto, Ausführungszeit sollte rund 3 Tage betragen.
Wir haben es wie angeboten beauftragt.