2 Die Ölheizung

Bei der vorhandenen Ölheizung handelt es sich um eine Buderus Logano G115.

Wie man dem Typenschild entnehmen kann, hat sie eine Leistung von 21 kW. Die Heizung hat einen Betriebsstundenzähler in der Steuerung. Zusammen mit dem Düsentyp des Brenners ergibt sich ein (theoretischer) Verbrauch. Was der Steuerung fehlt, ist aber die Möglichkeit einer kontinuierlichen Aufzeichnung, so dass man die Chance hätte, den Verbrauch über die Zeit zu erkennen. Es blieb mir somit nicht anderes übrig, als regelmäßig in den Heizungskeller zu gehen und den Betriebsstundenzähler abzulesen. Zusätzlich habe ich dann auch den Füllstand des Öl-Tanks notiert. Der Tank besteht aus zwei Kammern, mehr oder weniger oval. Die Zuordnung des Volumens zum Pegel ist nicht ganz trivial, aber für eine Näherung sollte es reichen. Als letzter Verbrauchsmesspunkt bleiben natürlich die mehr oder weniger regelmäßigen Lieferungen von Heizöl.

Was ich jetzt nach zehn Jahren habe, ist eine gute Datenbasis mit rd. 200 Ablesungen.

Über die Jahre habe ich versucht, die Heizungseinstellungen zu optimieren. Wir haben mit diversen Vorlauf- und Warmwassertemperaturen experimentiert und die Einstellungen für die Nachtabsenkung mehrfach verändert.

Seit drei Jahren haben wir jedoch keine Nachtabsenkung mehr und die Vorlauftemperatur auf 45°C sowie die Warmwassertemperatur auf 65°C eingestellt. Der Grund dafür war, grundsätzlich mal zu testen, ob unser Haus auch für eine Wärmepumpe geeignet wäre. Vorab: Damit kamen wir sehr gut klar. Tatsächlich war das Wohnklima ohne Nachtabsenkung deutlich angenehmer.

Seit September 2024 haben wir die Temperaturen weiter abgesenkt: 40°C Vorlauf und 50°C Warmwasser. Auch mit dieser Einstellung kommen wir gut zurecht. Die Wohnräume sind bei rd. 21 °C, das Badezimmer (dank Fußbodenheizung) bei 23-24°C. Die kältesten Tage waren bei etwas unter 0°C. Also hatten wir noch keinen harten Wintertest.

Interessanterweise hatte das alles nur wenig Einfluß auf den Verbrauch: Im Sommer lag der Verbrauch bei 2-3 l pro Tag, im Winter, je nach Aussentemperatur, bei 6-10 l pro Tag. Im 10-jährigen Mittel haben wir jährlich 1.700 l Heizöl (also rd. 17.000 kWh Energie) verbraucht.

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