21 Winterwonderland

Es ist jetzt also richtig Winter. Zumindest war das in der 2. KW 2026 so. Es war die ganze Woche unter 0 °C, teilweise mit Schneefall. Von Samstag auf Sonntag gab es sogar einen richtigen Temperatursturz auf -11 °C, was für das Münsterland schon absolute Ausnahme ist.

Haben wir gefroren? Nein. Hat die Wärmepumpe so viel Krach gemacht, dass die Nachbarschaft nicht schlafen konnte? Nein.

Aber interessant fand ich die Situation doch, daher hier mal ein paar Eindrücke:

Das ist der Temperaturverlauf vom Sonntag, 11.11.25, 0 Uhr bis in den frühen Abend hinein. Man kann gut erkennen, dass wir mit -7 °C gestartet sind und dann morgens gegen 8 Uhr die -11,3 °C erreicht hatten.

Das hat dann die Wärmepumpe daraus gemacht:

Sie nimmt die Aussentemperatur etwas optimistischer an, als es tatsächlich ist. Arbeitet mit gut 90 % der maximalen Leistung und schafft eine Vorlauftemperatur von 43,6 °C. Die Heizkörper waren also gut warm und im Haus wurde die Zieltemperatur von 21 °C gut erreicht. Es kamen die üblichen Gäste zum Frühstück:

Hin und wieder hat die Wärmepumpe abgetaut. Aber leider war ich jedes Mal zu langsam, um die dampfende Kiste zu fotografieren. Aber wie kam die WP denn jetzt mit den niedrigen Temperaturen zurecht?

Das ist das Diagramm, auf dem die Kompressorleistung über die Zeit aufgetragen ist. Man kann erkennen, dass die WP nachts mit gut 90 % Leistung arbeitet. Vormittags moduliert sie dann mehr und es reicht eine Leistung von bis zu 75 % aus. Um 14 Uhr geht sie kurz auf 100 %: Da beginnt die Warmwasserbereitung.

Die Peaks nach unten sind wohl jeweils die Momente, wo die WP abtaut. Zumindest drei mal kann ich das zuordnen.

Da es ein kalter, aber sonniger Tag war, gab es auch noch folgendes:

Es gab tagsüber ausreichend Strom, dass unsere PV den Bedarf der WP decken konnte: Es wurden durchgehend mindestens 3 kW erzeugt und die WP verbraucht irgendwas um 2 kW, es sei denn, dass der Heizstab aktiviert wird. Aber der wurde auch gestern nicht aktiviert. Selbst an so kalten Tagen kommt man ohne den elektrischen Zusatzheizer aus und kann noch einen guten Teil des Strombedarfs selber decken.

Die Leistungskurve habe ich mit Home Assistant aufgezeichnet. Die Werte kommen direkt aus der Anlage, ausgelesen mit einem EMS-Gateway von BBQKees. Das funktioniert ganz prima.

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